Computergestützte Epidemiologie
Mathematische Modellierung
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Entwicklungszyklus der Malaria

Übertragungszyklus
Übertragungszyklus von Plasmodium falciparum

Der Erreger der Malaria benötigt für seine Entwicklung zwei verschiedene Wirte. Während einer Blutmahlzeit injiziert eine mit Malaria infizierte weibliche Anopheles-Mücke Sporozoiten in den menschlichen Wirt (1). Diese Sporozoiten befallen Leberzellen (2), reifen dort zu Schizonten (3) und platzen schließlich auf, um Merozoiten (4) in die Blutbahn zu entlassen. (Anmerkung: Bei Plasmodium vivax und P. ovale kommt außerdem ein "Hypnozoit" genanntes Stadium vor, welches für Wochen oder gar Jahre in der Leber verweilen kann, so dass ein Infizierter einen Erkrankungsrückfall erleiden kann, wenn diese Hypnozoiten schließlich doch Merozoiten ins Blut entlassen). Nach dieser anfänglichen Vermehrung in der Leber (exoerythrozytische Schizogonie [A]) schließt sich eine Vermehrung in den roten Blutkörperchen an (erythrozytische Schizogonie [B]): Die Merozoiten befallen rote Blutkörperchen (5) und wachsen zu sogenannten Ringstadien, die zu Schizonten ausreifen, erneut aufplatzen und wiederum Merozoiten entlassen (6). Es sind diese Blutstadien, welche die klinischen Manifestationen der Malariasymptome erzeugen.
Einige Parasiten entwickeln sich statt dessen zu sexuellen Stadien, den sogenannten Gametozyten (7). Diese Gametozyten - man unterscheidet männliche (Mikrogametozyten) und weibliche (Makrogametozyten) Stadien - werden von einer Anopheles-Mücke bei einer Blutmahlzeit mit aufgenommen (8). Die darauf folgende Vermehrung der Parasiten in der Mücke erfolgt durch Sporogonie [C]. Mikrogameten und Makrogameten vereinen sich im Darm der Mücke und bilden dort Zygoten (9). Diese Zygoten werden beweglich und nehmen eine längliche Forma an, Ookineten genannt (10), und dringen in die Mitteldarmwand der Mücke ein, wo sie sich in Oozysten verwandeln (11). Die Oozysten wachsen, platzen auf und entlassen Sporozoiten (12), die daraufhin die Speicheldrüse der Mücke aufsuchen. Die Inokulation von Sporozoiten in einen neuen menschlichen Wirt schließt den Lebenszyklus der Malaria (1). (Die obige Abbildung und der hier in's Deutsche übersetzte Text stammen von der Parasite Image Library.)