Computergestützte Epidemiologie
Mathematische Modellierung
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Pneumokokken-Projekt

Streptococcus pneumoniae
Streptococcus pneumoniae (<a href="http://www.journalmed.de/092000/pneumorix.htm">journal MED</a>)

Es gibt mindestens 90 verschiedene Serotypen von Pneumokokken, die sich in ihrer Prävalenz, Inzidenz und Virulenz stark unterscheiden. Da die Interaktion dieser verschiedenen Serotypen bisher noch unzureichend geklärt ist, kann man auch noch nicht abschätzen, wie sich eine breite Anwendung der neu entwickelten Impfstoffe auf die Impfserotypen und die nicht in der Impfung eingeschlossenen Serotypen auswirken wird. Bei einer bestehenden Kreuzimmunität zu Impfserotypen könnten durch die Impfung gleich auch andere Serotypen mit bekämpft werden, die gar nicht im Impfstoff vertreten sind. Andererseits könnte dies auch dazu führen, dass durch das Seltenwerden einzelner Serotypen andere Serotypen, die bisher völlig in den Hintergrund gedrängt waren, häufiger werden. Gerade bei sehr seltenen Serotypen ist aber naturgemäß noch überhaupt nicht bekannt, wie pathogen sie sind. Schlimmstenfalles könnte also eine breit angelegte Impfung durch die indirekte Förderung seltener hochpathogener Serotypen das Auftreten schwerer Erkrankungen begünstigen.